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FAQ Frankfurter Straße

Hintergrund und Zeitplan

Die Frankfurter Straße wird zwischen Landwehr- und Kahlertstraße von Grund auf erneuert. Im Rahmen dieser Grunderneuerung werden zum einen die Gleise der Straßenbahn auf einer Länge von ca. 350 m mit Anschluss an den Bestand erneuert, da sich der Unterbau zuletzt in einem sehr schlechten Zustand befand und in den vergangenen Jahren bereits umfangreiche Erhaltungsmaßnahmen erforderlich gemacht hatte. Zum anderen werden gleichzeitig auch der Entwässerungskanal sowie Gas-, Wasser- und Stromleitungen neu verlegt. Darüber hinaus wird der Straßenraum neu aufgeteilt, die Fahrbahn erneuert und beidseitige Geh- und Radwege geschaffen.

Bei der Grunderneuerung der Frankfurter Straße handelt es sich um ein Gemeinschaftsprojekt der Wissenschaftsstadt Darmstadt, der HEAG mobilo, der ENTEGA und der e-netz Südhessen.

Die Schienen im Bereich zwischen Landwehr- und Kahlertstraße sind ca. 60 Jahre alt und die Fahrbahn insgesamt in einem schlechten Zustand. Eine grundhafte Erneuerung der Infrastruktur und der Schienen ist daher unumgänglich geworden.

Zudem wird der rund 130 Jahre alte Kanal entsprechend den hydraulischen Randbedingungen vergrößert. Außerdem wird der Kanal in die westliche Fahrbahnseite der Frankfurter Straße verlegt. So ist nach Abschluss der Bauarbeiten ein Zugang für etwa Prüf- und Reparaturarbeiten ohne Unterbrechung des Straßenbahnverkehrs gewährleistet. Nach Anschluss aller Haus- und Sinkkastenanschlüsse an den neuen Kanal, wird der alte Kanal verdämmt. Dieser alte überlastete Kanal läuft schon bei normalem Regen über mit der Gefahr, dass oberflächennahes Wasser in die angrenzenden Gebäude eindringt und zu einer Überflutung führt.

Insgesamt werden die Baukosten durch die Bündelung der Arbeiten in einer Maßnahme deutlich reduziert und Einschränkungen für die Anwohnerschaft und den Verkehr auf ein notwendiges Minimum reduziert.

Als Anwohner profitieren Sie von den Baumaßnahmen gleich in mehrfacher Hinsicht.
Zum einen wird durch die Verlegung des Kanals ein Zugang für etwa Prüf- und Reparaturarbeiten ohne Unterbrechung des Straßenbahnverkehrs gewährleistet, sodass die öffentlichen Verkehrsmittel vollumfänglich und verlässlich genutzt werden können. Zum anderen reduzieren die Erneuerung und Vergrößerung des Entwässerungskanals in dem Gebiet die Gefahr von Überschwemmungen. Das ist besonders wichtig mit Blick auf Starkregenereignisse, die aufgrund des Klimawandels in Zukunft voraussichtlich häufiger auftreten werden. Gleichzeitig bringt die Erneuerung der Strom- und Gasleitungen die Infrastruktur auf den aktuellen Stand der Technik. Ausfälle und Störungen werden so verhindert.
Darüber hinaus wird die Verkehrsfläche neu aufgeteilt: Auto-, Rad- und Fußverkehr werden voneinander getrennt. Im Vergleich zum Zustand vor der Baumaßnahme wird die Verkehrssicherheit durch regelkonforme Geh-, Rad- und Straßenflächen für alle Verkehrsgruppen deutlich erhöht. Insbesondere die Trennung von Radverkehr und ÖPNV ermöglicht ein schnelleres Vorankommen für den ÖPNV und ein sicheres und bequemes Fahren für den Radverkehr. Gleichzeitig wird die Radachse vom Darmstädter Norden in die Innenstadt gestärkt und durch ein attraktiveres Straßenbild die Aufenthaltsqualität erhöht.

Durch die Bündelung der Arbeiten in einer Maßnahme werden die Einschränkungen für die Anwohnerschaft so weit wie möglich reduziert. Damit geht einher, dass im jetzigen Ausbaubereich in den kommenden Jahrzehnten nicht mit weiteren Großbaustellen zu rechnen ist.

Als Vorabmaßnahme zur Grunderneuerung der Frankfurter Straße erneuerte die e-netz Südhessen bereits ab 31. Januar 2022 die Infrastruktur. Es wurden Stromversorgungsleitungen und Beleuchtungskabel ausgewechselt sowie Leerrohre für die ENTEGA Medianet verlegt. Baubeginn der Hauptmaßnahme in der Frankfurter Straße war der 09. April 2022.

Die grundlegenden Arbeiten konnten im Dezember 2023 abgeschlossen werden und die Frankfurter Straße wieder normal für den Verkehr freigegeben werden. Im ersten Quartal 2024 werden noch verschiedene Restarbeiten im Bereich des Herrngarten-Eingangs sowie Markierungs- und Beschilderungsarbeiten entlang des gesamten Bauabschnittes ausgeführt. Aufgrund von unvorhersehbaren Ereignissen kann es allerdings immer zu Anpassungen im Zeitplan kommen.

Im Zuge des Projekts DAVIA soll die Verkehrssituation am Willy-Brandt-Platz und in den anschließenden großen Verkehrsachsen Bismarckstraße, Frankfurter Straße und Mathildenplatz verbessert und der Verkehrsraum auf rund 1,7 Kilometern neu aufgeteilt werden. Das Projekt DAVIA ruht allerdings aktuell.

Die Grunderneuerung der Frankfurter Straße ist aufgrund des schlechten Zustands der Infrastruktur und der damit verbundenen erhöhten Dringlichkeit daher aus dem DAVIA-Projekt herausgelöst und vorgezogen worden. Da die Erneuerungsmaßnahmen im Gleisbereich in derselben Lage umgesetzt werden, muss hierfür kein Planfeststellungsverfahren durchgeführt werden.

Am 25.08.2021 hat der Magistrat der Wissenschaftsstadt Darmstadt sowie am 30.9.2021 die Stadtverordnetenversammlung mit absoluter Mehrheit die Grunderneuerung der Frankfurter Straße zwischen Kahlertstraße und Landwehrstraße beschlossen.

Einschränkungen durch die Baustelle

Alle Grundstückszufahrten werden grundsätzlich gewährleistet, jedoch kann es aufgrund der Arbeiten zu vorübergehenden Einschränkungen kommen. Betroffene Anwohnerinnen und Anwohner werden vorab informiert.

Die Anwohnerinnen und Anwohner werden über die anstehenden Maßnahmen und damit verbundene Sperrungen durch Einwurfschreiben zeitnah informiert.

Grundsätzlich wird eine durchgängige und abgesicherte Fußgängerführung auf mindestens einer Seite der Frankfurter Straße sichergestellt. In Abhängigkeit der Bauphase kann sich die Fußgängerführung ändern. Diese wird klar ersichtlich und vor Ort ausgeschildert sein.

Der nördliche Herrngarteneingang in Höhe der Kahlertstraße ist wieder passierbar. Der mittlere Herrngarteneingang in Höhe der Alicenstraße ist derzeit wegen baulicher Maßnahmen noch etwa bis März 2024 eingeschränkt, jedoch durchgängig passierbar (Stand Januar 2024).

Im Zuge einer Parallelmaßnahme durch das städtische Grünflächenamt wird der Herrngartenteich saniert. Der Notüberlauf bis zum neuen Kanal wird im Zuge der Baumaßnahme „Grunderneuerung der Frankfurter Straße“ im unterirdischen Vortriebsverfahren erneuert. Dadurch kann der westliche Weg im Herrngarten entlang der Mauer im Bereich des Teiches noch bis voraussichtlich März 2023 nicht genutzt werden.

Es ist geplant, wochentags zwischen 07:00 und 20:00 Uhr zu arbeiten. Es lässt sich jedoch nicht immer ausschließen, dass außerhalb der üblichen Zeiten gearbeitet werden muss, zum Beispiel bei speziellen Anlieferungen oder extremen Wetterzuständen. Dies soll allerdings die Ausnahme darstellen.

Im Laufe der Baumaßnahme kann es auch zu Arbeiten in der Nacht kommen. Dies kann beispielsweise aufgrund hoher Tagestemperaturen im Sommer der Fall sein oder um Einschränkungen des Verkehrs zu minimieren. Im Fall von Nachtarbeit werden die Anwohnerinnen und Anwohner per Einwurfschreiben informiert.

Parksituation

Aufgrund der Baumaßnahme entfallen Parkplätze entlang des Baustellenbereichs. Es sind aktuell keine alternativen Parkmöglichkeiten für Anwohnerinnen und Anwohner ohne feste Parkplätze vorgesehen.

Im Zuge der Bauarbeiten werden der Straßenraum neu aufgeteilt und zur Erhöhung der Verkehrssicherheit beidseitig baulich abgesetzte Geh- und Radwege entstehen. Das halbseitige Gehwegparken auf der Westseite wird damit künftig entfallen. Stellplätze für Mobilitätseingeschränkte und Krankentransporte wird es im Zugangsbereich zum Herrngarten geben.

Im Johannes- und im Martinsviertel wurde im Herbst 2023 eine Parkraumbewirtschaftung eingeführt. Das hat in den vergangenen Wochen bereits dazu geführt, dass sich der Parkdruck in den umliegenden Straßen spürbar verringert hat. Mit Anwohnerparkausweis oder Gästekarte kann Parkraum auch dort für kleines Geld in Anspruch genommen werden. Nähere Informationen erhalten Anwohnende von der Wissenschaftsstadt Darmstadt unter parken@darmstadt.de.

Verkehrsführung

Der Verkehr wird großräumig um die Baustelle geführt. Hierfür gibt es eine entsprechende       
Beschilderung, die mit der Straßenverkehrsbehörde abgestimmt wurde.

In Richtung Norden ist für den Radverkehr eine Umleitung über den Herrngarten ausgeschildert. Zudem kann die Anliegerfahrbahn in Richtung Norden genutzt werden.
In Richtung Innenstadt ist die Nutzung der Anliegerfahrbahn für den Radverkehr verboten. Eine Umleitung über die Liebigstraße ist ausgeschildert.

In der Alicenstraße im Einmündungsbereich Frankfurter Straße gilt aufgrund einer Feuerwehraufstellfläche ein Halteverbot und ein Abbiegen auf die Frankfurter Straße ist nicht möglich. Eine komplette Sperrung  der Alicenstraße erfolgt im Zuge des Baufortschrittes nur wenige Wochen und wird rechtzeitig kommuniziert.

Die Zufahrt zur Schlossgartenstraße ist bis zu den Sommerferien 2023 für den Autoverkehr gesperrt, um den Knotenpunkt zu entlasten. Lediglich Radverkehr ist zugelassen.

Die Zufahrt zur Kahlertstraße ist bis zu den Sommerferien 2023 für den Autoverkehr gesperrt, um den Knotenpunkt zu entlasten. Lediglich Radverkehr ist zugelassen.

Der erste Teil der Landwehrstraße ist bis zum Ende der Baumaßnahme für den Autoverkehr vollgesperrt, um den Knotenpunkt zu entlasten und wird als Baustelleneinrichtungsfläche genutzt. Lediglich Radverkehr ist zugelassen.

Kosten

Die Baumaßnahme ist grundsätzlich beitragspflichtig.
Die Kosten für die Veränderung oder Erneuerung der Kanalanschlussleitungen sind der Stadt Darmstadt, gemäß §7 der Abwasserbeseitigungssatzung der Wissenschaftsstadt Darmstadt, vom Grundstückseigentümer in der tatsächlich entstandenen Höhe zu erstatten. Diese Satzungsregelung entspricht der Regelung des §12 des Hessischen Gesetzes über kommunale Abgaben. Die Rechtmäßigkeit einer derartigen Kostenerstattung ist durch die Rechtsprechung des Hessischen Verwaltungsgerichtshofes in Kassel bestätigt worden. Weiterhin erhebt die Wissenschaftsstadt Darmstadt für die Erneuerung sowie den Um- oder Ausbau von öffentlichen Verkehrsanlagen Straßenbeiträge. Grundlage hierfür ist § 11 des Gesetzes über kommunale Abgaben in Hessen (KAG) sowie die Straßenbeitragssatzung der Wissenschaftsstadt Darmstadt. Von den beitragsfähigen Kosten trägt die Wissenschaftsstadt Darmstadt je nach Verkehrsbedeutung der Anlage einen entsprechenden Anteil (§5 Straßenbeitragssatzung). Die Beitragspflicht entsteht mit Abschluss der Baumaßnahme. Die Beiträge werden nach den tatsächlich entstandenen Kosten ermittelt.
Infolge des Ausbaus im Zuge der Gleiserneuerung entstehen allerdings Synergieeffekte, die zu einer deutlichen Kostenersparnis bei den für die Beiträge zugrunde zulegenden Baukosten
führen. Die Kosten für die Herstellung der Gleise und der Straßenfläche trägt die HEAG mobilo. Somit fallen keine Beiträge für den Ausbau der Fahrbahn an.

Kontaktmöglichkeiten

Mit Ihren Fragen, Anregungen, Kritik oder Lob können Sie sich ganz einfach an unseren Kundendialog per Telefon unter 06151 709-4000 oder per E-Mail an kundendialog@heagmobilo.de wenden.